Herzlich willkommen im Pfarrbereich Jerichow

Auf Grund der aktuellen Situation unterliegen die Gottesdienstbesuche den entsprechenden Auflagen. Bitte beachten Sie hierzu die Informationen der ekmd unter:

https://www.ekmd.de/aktuell/corona/

 

 

 

Gedanken von Pfrin. Rebekka Prozell:

 

Mit Achtsamkeit und einem besonnenen Geist

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

während ich diese Zeilen schreibe, ist die Welt aus den Fugen geraten. Ein beinah unsichtbares Teilchen, das sogenannte „Coronavirus“ hat sich seit Ende Januar unaufhaltsam seinen Weg über die ganze Welt gebahnt. Die gesamten Ausmaße, welches das Virus mit sich bringt, können wir heute nicht einmal ansatzweise einschätzen.

 

Zur Zeit erleben wir alle eine  Ausnahmesituation. Regionen, Städte und Länder werden geschlossen. Jeder ist aufgerufen, so viel wie möglich auf ein gesellschaftliches Leben zu verzichten, um mögliche Infektionsketten abzubrechen. Kindergärten, Schulen, Universitäten, Kirchen und Lokale mussten schließen. Arbeitsaufträge gehen zurück, viele Betriebe und Geschäfte sind schon geschlossen. Die Frage nach einem Sommerurlaub wird sich für viele in diesen Wochen womöglich auch erledigen. Alles zusammengenommen kommt es zu hohen wirtschaftlichen Schäden; von den Ängsten der Menschenseelen ganz zu schweigen.

 

Im 2. Timotheusbrief im 1. Kapitel, Vers 7 heißt es: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Machen wir uns nicht verrückt, sondern gehen wir besonnen miteinander um.

 

Die weltweite Notlage erinnert uns an Verantwortung und die Sorge, die wir füreinander tragen. Mehr denn je ist es wichtig geworden, umsichtig miteinander umzugehen. Angefangen bei umsichtiger Handhygiene bis hin zu einem Verzicht auf Teile des öffentlichen Lebens. Gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität sind das Gebot der Stunde – eigentlich selbstverständlich.

 

Solidarität bedeutet in diesen Tagen, auf die eigene Freiheit zu verzichten, mich überall dort aufzuhalten, wo ich möchte. Solidarität bedeutet, mich nicht selber dermaßen mit Konserven, Nudeln und Toilettenpapier einzudecken, dass für andere nichts mehr übrigbleibt. Solidarität bedeutet, den Einkauf für die Nachbarin mit zu erledigen, die in den nächste Tagen nicht das Haus verlassen sollte.

 

Ich möchte Ihnen den Mut machen, in den nächsten Wochen nicht von der Angs vor möglicher Ansteckung verrückt machen zu lassen. Auch wenn an vielen Stellen das öffentliche Leben eingeschränkt wird: Die Sorge füreinander müssen wir nicht einschränken. Das geht auch mit Gesten über Distanz: ein Brief, oder ein Anruf.

 

Jetzt spüren wir, wie sehr wir zusammengehören, wie sehr wir miteinander verwoben sind – und zwar alle: China und Italien, Deutschland und der Iran, Australien und Frankreich. Wir sind tatsächlich eine Welt. Kein Land alleine kann „sein Ding“ machen, wie man so sagt. Wir sind alle so vielfach verbunden, wie es manchen zwar schon immer klar war, wie wir es aber so wohl noch nie zuvor zu spüren bekommen haben.

 

Gott möge uns dazu die nötige Kraft geben. Zuversicht auch in dieser Situation! Wenn wir umsichtig und besonnen durch diese Tage gehen, müssen wir nicht in Panik verfallen. Dann haben wir den Blick frei, die Bedürfnisse unserer Mitmenschen zu sehen. Möge Gott uns seinen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit dazu geben.

 

Bleiben Sie behütet, Ihre Rebekka Prozell

Trostbrief PDF.pdf
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Andacht April PDF.pdf
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Der Pfarrbereich Jerichow mit seinen beiden Kirchspielen, 18 Kirchgebäuden und 750 Gemeindegliedern grüßt Sie ganz herzlich.

 

Zum Kirchspiel Jerichow gehören die evangelischen Gemeinden Fischbeck, Jerichow, Kabelitz, Klietznick, Groß- und Kleinmangelsdorf, Nielebock, Redekin, Scharteucke, Seedorf und Steinitz.

 

Zum Kirchspiel Wulkow-Wust gehören die evangelischen Gemeinden Briest, Groß- und Kleinwulkow, Melkow, Sydow und Wust.

 

 

Sehen Sie sich um und kommen Sie uns auch gern analog besuchen.

 

Seit April 2020 hat Frau Pfarrerin Rebekka Prozell die Stelle als Pfarrerin für den Pfarrbereich übernommen.

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